Vergangenen November beschloss die sogenannte Luftraumkonferenz in Düsseldorf wesentliche Änderungen des regionalen Luftraums. Durch den Wunsch der Deutschen Flugsicherung soll die Luftraumgrenze am Niederrhein weiter verschoben werden. Eine Folge wären erhebliche Einschränkungen für die dort beheimateten Luftsportler.

Dies nahm der heimische Bundestagsabgeordnete Uwe Schummer und sein Landtagskollege, Dr. Marcus Optendrenk, zum Anlass, den geschäftsführenden Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Christian Schmidt, anzuschreiben. Beide betonen unter anderem, dass durch die Änderungen entstehende Verkehrsdichte die Gefahr von gefährlichen Annäherungen erhöht werde. Allein am nördlichen Niederrhein und den angrenzenden Niederlanden sind mehr als 150 Segel- und Motorflugzeuge mit hunderten von Luftsportlern beheimatet. Zudem käme es zu einem Rückgang des Thermik-Raums, der insbesondere von Segelflugzeugen genutzt wird.

„Der  Wunsch der Deutschen Flugsicherung nach einer Ausweitung des Luftraums in diesem Bereich ist nachvollziehbar. Dennoch möchten wir zu bedenken geben, dass insbesondere im stark frequentierten Luftraum im Westen Nordrhein-Westfalens ein besonderes Augenmaß erforderlich ist. Vor diesem Hintergrund würden wir uns freuen, wenn Sie den Plan der Deutschen Flugsicherung noch einmal prüfen lassen würden – auch mit Blick auf den bei uns beheimateten Luftsport“, betonen Uwe Schummer und Dr. Marcus Optendrenk in ihrem Schreiben an den Bundesminister.

Schummer Dr. Optendrenk Quelle Gebhard Bucker Photography 2 2

Heute hat das Europäische Parlament die Abschlussempfehlungen des Untersuchungsausschusses zu den sogenannten Panama-Papers verabschiedet. Karl-Heinz Florenz, CDU-Europaabgeordneter vom Niederrhein, kommentiert: „Beihilfe zur Steuerflucht und Geldwäsche sind leider nicht mehr nur für einige karibische Drittländer, sondern auch für manche EU-Staaten zum Geschäftsmodell geworden. Wir fordern daher mehr Transparenz und Steuergerechtigkeit. Steuern auf Unternehmensgewinne müssen dort gezahlt werden, wo sie erwirtschaftet werden und nicht mit trickreichen Steuersparmodellen ins Ausland verschoben werden. Andere Mitgliedstaaten werden so um ihre Steuereinnahmen betrogen und das Geld fehlt an anderer Stelle für sinnvolle Investitionen wie Digitalisierung oder Infrastruktur. Der Kampf gegen Steuerbetrug und Steueroasen muss daher nun endlich an Fahrt aufnehmen. Der Anreiz zur Steuerflucht könnte außerdem durch EU-weit einheitliche Mindestsätze bei der Unternehmensbesteuerung stark reduziert werden.“

Manche Unternehmen versuchen ihre Steuerlast durch das legale Verschieben von Gewinnen in andere EU-Mitgliedstaaten zu senken und nutzen hierbei die unterschiedlichen nationalen Steuer- und Rechtsvorschriften aus. Das Europaparlament unterstützt auch die Führung einer schwarzen Liste, auf der derzeit 17 Staaten und Gebiete als Steueroasen angeprangert werden.

Das Europäische Parlament hat den Untersuchungsausschuss bereits 2016 nach den Enthüllungen über hunderttausende Briefkastenfirmen auf Panama ins Leben gerufen, die zahlreichen europäischen Unternehmen sowie Prominenten, Politikern und Sportlern zur Steuerhinterziehung dienten.

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                                                                                                               OKD Müller SW

Mit großer Trauer nehmen der CDU Kreisverband Viersen und die

CDU Kreistagsfraktion Viersen Abschied von

Herrn Oberkreisdirektor a. D.

Rudolf H. Müller

Rudolf H. Müller war von 1960 bis 1984 als Oberkreisdirektor - zunächst des Kreises Kempen-Krefeld, in der Folge des Kreises Viersen - eine der prägenden Persönlichkeiten unseres Kreises. In seine Amtszeit fiel nicht nur die kommunale Neugliederung, die ihren Abschluss auf Kreisebene mit der Bildung des Kreises Viersen zum 1. Januar 1975 fand, sondern auch die Entwicklung vieler grundlegender Ideen und Gründung zahlreicher Einrichtungen des Kreises, die heute nicht nur unverzichtbar sind, sondern das Gesicht unseres Kreises mitprägen.

Als Oberkreisdirektor genoss Rudolf H. Müller Respekt und höchstes Ansehen weit über den Kreis hinaus. Sein Wort hatte Gewicht, und das weit über seine Amtszeit hinaus.

Rudolf H. Müller war auch über 58 Jahre Mitglied in der CDU und bis zuletzt beschäftigten ihn die politischen, sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Kreis, Land, Bund und Europa. Daneben leistete er, soweit es seine Gesundheit zuließ, mit wachem Verstand eigene Beiträge zur Aufarbeitung der neueren Geschichte unseres Kreises.

Wir sind Rudolf H. Müller zu höchstem Dank verpflichtet.

Die CDU des Kreises trauert mit seiner Familie und wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Heute möchte ich Sie auf eine besondere Veranstaltung hinweisen, die am 7. Oktober 2017, 11 Uhr in der Nettetaler Werner-Jaeger-Halle stattfindet.

Zum zweiten Mal wird der Werner-Jaeger-Preis verliehen, der in Zusammenarbeit mit dem Werner-Jaeger-Gymnasium, dem Deutschen Altphilologenverband, der Gesellschaft für antike Philosophie und der Stadt Nettetal (mit Unterstützung der Nettetaler Sparkassen-Stiftung) an das humanistische Erbe Werner Jaegers erinnert, der vor gut 125 Jahren in Nettetal-Lobberich geboren ist.

Es findet ein interessanter Festakt mit musikalischer Begleitung statt, bei dem auch der neue Staatssekrretär für Kultur des Landes, Herr Klaus Kaiser, ein Grußwort halten wird.

Wir würden uns sehr freuen, wenn sich viele Interessierte einfinden würden. Selbstverständlich sind auch Freunde und Bekannte herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Es wird um eine kurze Anmeldung gebeten.

Weitere Informationen zu der Veranstaltung:

www.werner-jaeger.de

Anmeldung möglich unter Tel. 02153 9147-0