Zusammengefasste Informationen aus Land und Kreis des letzten Monats von Stefan Berger und Marcus Optendrenk im aktuellen Newsletter:

 

Newsletter April 2017

Am Dienstag besuchten der Landtagsabgeordnete Marcus Optendrenk und der Bundestagsabgeordnete des Kreises Viersen, Uwe Schummer, das Karosseriebauunternehmen Steinforth am Pastoratshof in Grefrath. Thema des Gespräches war unter anderem die duale Berufsausbildung im Handwerk und den technischen Berufen im Kreis Viersen, aber auch der Abbau überflüssiger bürokratischer Strukturen für das Handwerk und Gewerbe, um die Attraktivität der dualen Berufsausbildungen wieder zu steigern. „Die ganze Welt beneidet uns um unsere Ausbildungsstruktur, nur wir selbst machen es den Betrieben immer wieder schwer, daran wirklich Freude zu haben“, so Uwe Schummer, der sich seit Jahrzehnten um die Rahmenbedingungen für die Berufsausbildung kümmert. Im Karosseriehandwerk geht es vor allem um die Vereinbarkeit von schulischen Ausbildungsbausteinen und betrieblicher Ausbildung. „Hier gibt es noch erheblichen Verbesserungsbedarf“, so Klaus Steinforth, der auch Landesinnungsmeister ist.

Der Betrieb Steinforth  wurde 1971 gegründet und ist seit 1988 auf Lackierungen sowie Karosserie- und Unfallinstandsetzungen spezialisiert. Seit 2007 ist Klaus Steinforth ebenfalls alleiniger Geschäftsführer und Gesellschafter der Stefan Moll GmbH in Grevenbroich, die seit 1875 im Karosseriebau tätig ist. Die Zertifizierung DIN ISO 9001:2008, und die regelmäßigen Qualitätskontrollen durch DEKRA, ZKF und EUROGARANT sind die Bestätigung für die gute Arbeit, die auf einer Geschäftsfläche von 9.000m2  und einer Hallenfläche von 3.000m2 geleistet wird. Als Fazit des Gespräches stellten Steinforth, Schummer und Optendrenk gemeinsam fest, dass mit der rot-grünen Landesregierung eine Entbürokratisierung für die regionalen Unternehmen in Nordrhein-Westfalen nicht möglich war und sein wird.

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Mit der Veranstaltung „Butter bei die Fische – Der Buttermarkttalk“ hat die Junge Union Kempen – Grefrath in Kooperation mit dem CDU-Stadtverband Kempen am 24.03.2017 auf dem Buttermarkt interessierte Bürgerinnen und Bürger bei Kaffee und Tee ins Gespräch mit dem Landtagsabgeordneten Dr. Marcus Optendrenk gebracht. Dabei wurden sowohl kommunal- als auch landes- und bundespolitische Themen an den Landtagsabgeordneten gerichtet. Der Buttermarkttalk soll im Sommer weitergeführt werden: „Dabei möchten wir die für Kempen Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung ins Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern bringen und den Bürgerinnen und Bürgern eine neue Möglichkeit bieten, ihre Anregungen an die Verantwortlichen zu äußern“ so der Vorsitzende der Jungen Union Kempen-Grefrath Gero Scheiermann.

 

Die Versteigerung von Teilen der früheren Bibliothek von Schloß Krickenbeck durch die landeseigene Abwicklungsgesellschaft Portigon AG ist kulturlos und zeigt ein mangelndes Verständnis der Landesregierung für den Wert von Heimat und Landesgeschichte. Das meint der Nettetaler Landtagsabgeordnete Marcus Optendrenk. Portigon hatte trotz erheblicher Proteste von Fachleuten wertvolle heimat-, regional- und bankgeschichtliche Werke am vergangenen Freitag beim Kölner Auktionshaus Venator&Hanstein versteigern lassen. Die Portigon ist die Abwicklungsgesellschaft der ehemaligen WestLB, der seit 1989 bis zum Verkauf an eine französische Hotelkette auch Schloß Krickenbeck gehört hatte. „Die in den 90er Jahren wieder aufgebaute Schloßbibliothek ist extra vor der Veräußerung von Krickenbeck aus dem Gebäude herausgenommen worden, um ein Verramschen zu verhindern“, erinnert sich Optendrenk. Bereits bei der Sicherung der wertvollen Kunstsammlung der WestLB hatte sich die Landesregierung erst nach massivem öffentlichen Druck einsichtig gezeigt.

Die Sammlung auf Schloß Krickenbeck war in Begleitung durch die Düsseldorfer Landesbibliothek aufgebaut worden, um wertvolle Bücher mit Bezug zur Geschichte der Region für die Nachwelt zu sichern. „Es geht um das über Generationen hinweg aufgebaute Gedächtnis unserer Heimat, um unsere Wurzeln. Die sind der Landesregierung offenbar völlig egal gewesen, sonst hätte sie die Versteigerung verhindern müssen“, kritisiert Optendrenk. Die Universitäts- und Landesbibliothek in Düsseldorf wäre der richtige Ort gewesen, diese Zeugnisse der niederrheinischen Geschichte für die Menschen am Niederrhein zugänglich zu erhalten. „Dort gibt es auch die Fachleute, die das alles in Ruhe mit dem Land und der Portigon hätten aufarbeiten und klären können. Sie sind aber gar nicht erst gefragt worden“, bedauert der Landtagsabgeordnete. Zu den wertvollsten Büchern gehören Beschreibungen von Niederrhein und Niederlande durch den aus Florenz stammenden Ludovico Guiccardini aus dem Jahr 1596, ein sehr seltenes Buch über den Trauerzug zur Beerdigung des Herzogs von Jülich, Kleve und Berg aus dem Jahr 1629, aber auch Werke zur Geschichte von Schloß Krickenbeck. Die Bibliothek ist durch den seinerzeitigen Leiter der Akademie Schloß Krickenbeck, Dr. Rolf Gilbert übrigens in den Heimatbüchern des Kreises Viersen 1996 und 1997 ausführlich beschrieben worden.

Zum Hintergrund: Heimatbuch Kreis Viersen 1996, S.144-157 mit mehreren Abbildungen; 1997, S. 70-82 (ebenfalls bebildert).

Kleine Anfrage 5682 der Abg. Prof. Sternberg und Dr. Optendrenk an die Landesregierung (Anlage)

Der Auktionskatalog 143 von Venator&Hanstein ist online verfügbar.

Viersen, Kempen 18. März - „Reden können Politiker gut, heute geht es uns aber darum Ihnen zuzuhören“, begrüßte der Detmolder Bundestagsabgeordnete Heinrich Zertik mit seinen Kollegen Uwe Schummer, Marcus Optendrenk und Stefan Berger Russlanddeutsche bei Gesprächsrunden in Viersen und Kempen. Zertik wurde 1957 geboren, wuchs als Angehöriger der deutschen Minderheit in Südkasachstan auf und gehört damit zur ersten Einwanderer-Generation aus der Sowjetunion. Seit 2013 ist Zertik Mitglied des deutschen Bundestages und engagiert sich seit seiner Auswanderung aus der Sowjetunion 1989 für die Belange der Vertriebenen und besonders die der Russlanddeutschen.

Auf seiner ersten Station im Kreis Viersen besuchte Heinrich Zertik zusammen mit Uwe Schummer und Stefan Berger eine Gruppe Russlanddeutscher beim Viersener Integrationsverein. In familiärer Atmosphäre kam man über die Themen Identität, Integration sowie die Herausforderungen der Russlanddeutschen, die sich mit der persönliche Geschichte von Heinrich Zertik identifizieren konnten, schnell ins Gespräch. Ein besonderes Problem, welches die teilnehmenden Gäste betonten, sind die fehlenden Räumlichkeiten. Für Feiern und Feste der Gemeinschaft der Russlanddeutschen im Kreis Viersen ist es häufig schwierig, geeignete Orte zu finden. Uwe Schummer und Stefan Berger empfahlen dazu, mit der Stadtverwaltung in Kontakt zu treten und zu erörtern, ob Schulgebäude für die Veranstaltungen genutzt werden können. Für die finanzielle Unterstützung gäbe es Möglichkeiten seitens der Stadtverwaltung. Abschließend luden die Abgeordneten die anwesenden Russlanddeutschen in den Bundestag und den Landtag ein. Der Einladung werde man bald folgen, betonte Irina Schlegel, Mitglied der Gemeinschaft der Russlanddeutschen im Kreis Viersen.

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Vor ca. 40 Russlanddeutschen und interessierten Mitgliedern der CDU empfingen die Vorsitzende der CDU Kempen, Rita Ulschmid, und der Nettetaler Landtagsabgeordnete Marcus Optendrenk anschließend Heinrich Zertik im Kempener Kolpinghaus. 25 Jahre sei Zertik nun in einer Ehe mit der CDU und die Scheidung würde er so schnell nicht einreichen, begrüßte Zertik die Gäste. Zu Beginn erklärte Zertik die besondere Geschichte der Deutschlandrussen. Nach der Wende kehrten 2,2 Mio. Deutschlandrussen zurück nach Deutschland, nachdem sie in Russland ständig an diese Rückkehr hätten denken müssen. Anschließend referierte Zertik über die Schwierigkeiten für Russlanddeutsche in ihrer neuen alten Heimat und warnte vor gegenseitigen Ressentiments. Es gebe auch keine Nähe seiner Mitbürger zur Organisierten Kriminalität. Im Gegenteil: viele suchten Nähe und Kontakte in ihrer gar nicht mehr so neuen Heimat. Zertik riet sowohl Deutschen als auch Deutschlandrussen zu intensiveren Kontakten. „Mein Engagement in der CDU hat mir geholfen schnell in Kontakt zu treten und mich einzumischen, als ich mit meiner Familie nach Deutschland gekommen bin“, betonte Zertik und ermutigte gerade die jüngeren Gäste aktiv zu werden und dabei auch unbequeme Fragen an ältere Generationen ohne Scheu zu stellen. In der folgenden offenen Diskussion rückte auch die Tagespolitik wieder in den Mittelpunkt. Dabei spielten die Rolle der Presse, die völkerrechtswidrige Annexion der Krim und deutsch-russische Beziehungen in Wirtschaft und Politik eine Rolle. Da Zertik keine Möglichkeit hatte, die historische Altstadt zu besichtigen, wurde er mit einem Bildband über die Stadt und einer Flasche Thomasbitter „für schlechte Zeiten“ als Dank für seinen Besuch von Ulschmid verabschiedet.

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v.l.n.r.: Marcus Optendrenk MdL, Heinrich Zertik MdB, Rita Ulschmid, Uwe Schummer MdB