Anlässlich des Tags der älteren Generation am 2. April 2014, einem internationalen Aktionstag, der jeden ersten Mittwoch im April begangen wird, erklären Reinhard Maly, Vorsitzender der Senioren-Union im Kreis Viersen und Thomas Goßen, Bürgermeisterkandidat der CDU für die Stadt Tönisvorst:

"Seniorenpolitik ist Zukunftspolitik! Die ältere Generation von heute ist in der Regel fitter, gesünder und aktiver als die vor 20 oder 25 Jahren. Darüber hinaus sind die Älteren heute in den allermeisten Fällen auch besser ausgebildet. Sie wollen deshalb innerhalb der Gesellschaft nicht nur respektiert und akzeptiert werden, sondern auch verstanden und gebraucht.

Was wir deshalb in unseren Städten und Gemeinden brauchen, ist ein neuer Blick auf das Alter. Viel zu lange stand die fürsorgerische Sicht in Bezug auf Ältere im Vordergrund. Diese Sicht muss jedoch zwingend durch eine an den Stärken und Gestaltungsspielräumen des Alters orientierte Sicht ergänzt werden. Das geht nicht von heute auf morgen, aber wir können heute Denkanstöße liefern und neue Impulse setzen, um eine moderne und zukunftsgerichtete Politik, gekennzeichnet durch einen ganzheitlichen Blickwinkel auf das Alter, auf den Weg zu bringen.

Modern und zukunftsgerichtet wäre beispielsweise eine stärkere Zusammenarbeit von Ehren- und Hauptamtlern, mit dem Ziel, ein gemeinsames Zentrum zur nachberuflichen Orientierung auf kommunaler Ebene zu initiieren. Ein solches Zentrum könnte nicht nur ehrenamtliche und kulturelle Angebote vor Ort bündeln, sondern auch - und das wäre ein völlig neuer Aspekt - Unternehmen, die stundenweise Personal benötigen und Ältere, die sich etwas zu ihrer Rente hinzuverdienen möchten, zusammenbringen. Die rein ehrenamtliche Schiene wird den Ansprüchen und Kompetenzen der heutigen älteren Generation nicht mehr gerecht. Hier besteht Handlungsbedarf in unseren Städten und Gemeinden. Durch die Einrichtung von Zentren zur nachberuflichen Orientierung vor Ort könnten die Interessen von Rentnerinnen / Rentnern bzw. Pensionärinnen / Pensionären - mittels hauptamtlicher Unterstützung - mit denen der regionalen Wirtschaft verzahnt werden.

Um Städte und Gemeinden altersgerecht weiterzuentwickeln, sollten zudem künftig sämtliche Ratsbeschlüsse daraufhin überprüft werden, welche Auswirkungen sie für Jung und Alt vor Ort haben. Analog zur Koalitionsvereinbarung von Union und SPD im Bund, ein Prüfverfahren ("Demografie-Check") einrichten zu wollen, mit dem Gesetzesvorhaben, Richtlinien und Investitionen daraufhin überprüft werden, welche Auswirkungen damit auf kommende Generationen verbunden sind, könnte ein "kommunaler Demografie-Check" eingeführt werden. Für solch ein kommunales Prüfverfahren müsste nicht zwingend ein neuer Ausschuss gebildet, sondern es könnte ein bestehender Ausschuss ergänzt und entsprechend umbenannt werden. In Tönisvorst gibt es derzeit z.B. einen Ausschuss für Jugend, Soziales und Sport. Dieser Ausschuss könnte in der nächsten Wahlperiode um den Bereich "Senioren" erweitert werden, ein Kernanliegen der Tönisvorster Senioren-Union."

Wie wollen wir in Zukunft in einer alternden Gesellschaft leben? Welche Auswirkungen hat der demografische Wandel auf den Kreis Viersen? Welche politischen Weichen müssen gestellt werden, um den Interessen der jüngeren und älteren Generation gleichermaßen gerecht zu werden?

 Diese Fragen werden im Mittelpunkt des „Dialogs der Generationen“ am 12. April um 10.00 Uhr im Haus Sittard in Viersen-Süchteln stehen, wenn Junge Union (JU) und Senioren-Union (SU) des Kreises Viersen zusammen kommen. Verbunden mit diesen zentralen Fragestellungen werden insbesondere die Themen Pflege, Öffentlicher Personennahverkehr und Mitgestaltungsmöglichkeiten für Jung und Alt in der Politik Gegenstand der Diskussion sein.

Sowohl JU als auch SU möchten gemeinsam dazu beitragen, dass die Interessen und Forderungen von Jung und Alt in den Kommunen des Kreises Viersen nicht nur gehört, sondern auch gleichberechtigt von Politik und Verwaltung berücksichtigt werden. Ein zentrales Ziel von JU und SU ist dabei beispielsweise die Einführung von „kommunalen Demografiechecks“. Dahinter verbirgt sich die Einführung eines kommunalen Prüfverfahrens, mit dem künftig sämtliche Ratsbeschlüsse in den Städten und Gemeinden des Kreises daraufhin überprüft werden sollen, welche Auswirkungen sie für Jung und Alt vor Ort haben. Für solch ein kommunales Prüfverfahren müsste nicht zwingend ein neuer Ausschuss gebildet, sondern es könnte ein bestehender Ausschuss ergänzt und entsprechend umbenannt werden. Im Koalitionsvertrag auf Bundesebene ist die Einrichtung eines solchen Demografie-Checks bereits geplant, mit dem Gesetzesvorhaben, Richtlinien und Investitionen des Bundes daraufhin überprüft werden sollen, welche Auswirkungen damit auf kommende Generationen verbunden sind. Die JU ist mit knapp über 1000 Mitgliedern mit Abstand die größte politische Jugendorganisation im Kreis Viersen, sie vertritt die Interessen der jungen Generation, Vorsitzender ist Christian Pakusch. Die SU ist die „Brücke“ der CDU zur älteren Bevölkerung im Kreis Viersen. Unter dem Vorsitz von Reinhard Maly setzt sich die SU insbesondere für Menschen ab 60 Jahren ein.

DSC 0096VIERSEN. Auch in diesem Jahr hieß es wieder "Dreemol Viersche Helau und Ramm di Bamm" in der Kreisgeschäftsstelle der CDU Viersen.

Der stellvertretende Bürgermeister Hans Willy Bouren begrüßte das diesjährige Kinderprinzenpaar Jana I. und Anton I. der Roahser Jonges aus Viersen. Er übergab den beiden eine Geldspende und Kamelle für den Höhepunkt des Karnevals, den Tulpensonntagszug. In geselliger Runde, bei süßem Gebäck und kalten Getränken, erzählte Willy Bouren den Tollitäten und deren Begleitung aus seiner Zeit als Karnevalsprinz im Jahre 1999.

Willy Bouren wünschte Jana I. und Anton I. noch eine tolle, spannende Restsession. "Wenn das Brauchtum solchen Nachwuchs hat, machen wir uns keine Sorgen" so Hans Willy Bouren.

VIERSEN. Mit Interesse hat die CDU die Einlassungen der "Interessengemeinschaft Süchteln" zur Kenntnis genommen. Das Plädoyer an Verwaltung und Kommunalpolitik die Planungsvorhaben noch einmal zu überdenken und die Enttäuschung über eine angeblich nicht eingehaltene Gesprächsbereitschaft, ist aus Sicht der CDU so nicht richtig.

Nach der im Sommer letzten Jahres seitens der Verwaltung durchgeführten Podiumsdiskussion wurde vereinbart den Planungsansatz für dieses Gebiet gemeinsam zu erweitern und zu überdenken. Hierzu hat die CDU-Stadtratsfraktion Ende Juni 2013 einen entsprechenden Antrag an den Bürgermeister gestellt, der auch in öffentlicher Sitzung im Fachausschuss für Stadtentwicklung und Planung beraten und verabschiedet wurde.

"Ziel des Antrages war und ist es eine entsprechende Alternativplanung im Segment der Nahversorgung zu ermöglichen. Dies ist selbstverständlich nicht auf den St.-Florian-Platz beschränkt sondern betrifft die gesamte Süchtelner Innenstadt, die eine umfassende Überplanung mehr als verdient hat" betont Wolfgang Genenger Vorsitzender des städtischen Planungsausschusses.

"Eine solche Überplanung muss selbstverständlich die Interessen von Einzelhändler, Immobilienbesitzern, Einwohnern, Parkplatzbenutzern, Verkehrsteilnehmern, Wohnungssuchenden und potentiellen Nachfragen nach Angeboten der täglichen Grundversorgung mit berücksichtigen" so Erhard Braun Vorsitzender des Ortsbezirks Süchteln.

Hierzu fanden und finden Gespräche zwischen den Verantwortlichen in Politik und Verwaltung, aber auch zwischen Politik, Verwaltung und beteiligten Grundstückseigentümern statt.

CDU Vorsitzender Paul Mackes ergänzt: "Ich selbst habe zu solchen Gesprächen eingeladen um den Fortgang der Dinge zu begleiten" klar ist aber auch "erst nach der Klärung von zum Teil wichtigen Detailfragen kann es zu weiteren Schritten kommen. Von einer mangelnden Gesprächsbereitschaft kann also überhaupt keine Rede sein" so Mackes weiter.

Ziel der CDU im Bezirk Süchteln war und ist im Rahmen des weiteren Planungsprozesses die Ansiedlung frequenzfördernden Einzelhandels aus dem Bereich Nahversorgung in Süchteln sicherzustellen und die Situation der innerstädtischen Wohnbebauung sowie die Attraktivität der Fußgängerzone mit der sich anschließenden oberen Hochstraße zu verbessern.

Die Planung bzw. Forderung nach einer erneuten Podiumsdiskussion zu diesen Themen ist nach Meinung der CDU derzeit noch nicht zielführend, da eine solche Diskussion nur zum Austausch längst bekannter Argumente dienen würde. Erst nach Vorliegen alternativer Planungen, die auf konkreten Sachverhalten beruhen, macht eine solche Veranstaltung nachhaltig Sinn.

VIERSEN. Mit seiner Weigerung, Qualitätsstandards für den Gemeinsamen Unterricht (GU) von förderbedürftigen und nicht-förderbedürftigen Schülern rechtsverbindlich festzulegen, fährt das Land die Inklusion nach Ansicht der CDU-Fraktion gegen die Wand. Dies zeigte sich in der jüngsten Sitzung des Viersener Schulausschusses: Hier wollte die Bezirksregierung den Schulträger dazu zwingen, den von ihr geplanten Regelungen zum Gemeinsamen Unterricht zuzustimmen. Dies wurde jedoch mit deutlicher Mehrheit abgelehnt. Hauptkritikpunkt war die Tatsache, dass die Stadt zwar nicht mitreden darf, wenn es um die Auswahl der Schulen geht, die künftig Gemeinsamen Unterricht anbieten sollen, der Entscheidung von oben aber trotzdem zustimmen muss. "Hierbei ist das "muss" wörtlich zu nehmen, denn der Schulausschuss darf nur ablehnen, wenn in der Schule nicht genügend Räume vorhanden sind", so Michael Aach, schulpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion. Gleichzeitig verzichte die Bezirksregierung aber wohlweislich darauf, den zusätzlichen Raumbedarf für den GU verbindlich zu regeln, somit dürfe der Schulträger eigentlich nicht ablehnen. "Es ist schon faszinierend, wie ein und dieselbe Behörde einen Vorschlag macht und das Abstimmungsverhalten der frei gewählten Volksvertreter festlegt", resümiert Jürgen Moers, sozialpolitischer Sprecher der CDU, und ergänzt: "das Thema Qualität des Unterrichts wird nicht einmal erwähnt!" Nach Meinung der CDU-Fraktion ist das Verhalten der Schulaufsicht nur noch als dreist zu bezeichnen, die durch ihren Vertreter im Schulausschuss erklären ließ, dass es "wünschenswert" sei, wenn die Schulen zusätzliche Räume für den GU hätten, dies aber nicht rechtlich verbindlich sei. "Hier wird vom Land peinlich genau vermieden, irgendwelche Qualitätsvorgaben zu machen, damit es selber nicht zur Finanzierung herangezogen werden kann. Der Schwarze Peter wird an die Kommunen weiter geschoben - und die stehen sowieso schon im Regen", beschreibt der CDU-Vorsitzende Paul Mackes die Situation. "Die Inklusion in den Schulen wird vom Land als Spardose benutzt. Die Gefahr, dass dadurch die Qualität unserer Schulen im Ganzen leidet, wird die Akzeptanz der Inklusion nicht gerade verbessern."

Dabei ist die Inklusion nach Meinung der Viersener Christdemokraten neben der Bewältigung des Demographischen Wandels die wichtigste gesellschaftspolitische Aufgabe der nächsten Jahre. Seit Mitte 2012 erarbeitet die Stadt auf Antrag von CDU und CDA einen Inklusionsplan, der alle Bereiche des täglichen Lebens umfassen soll. Der GU, so die CDU; sei als ein wichtiger Baustein dieses Prozesses zu sehen. Wenn hier aber die Bevölkerung nicht mitgenommen werde, sei das ganze Projekt in Gefahr.