P1010763KREIS VIERSEN. Unter dem Motto "Der Islam - Anspruch und Wirklichkeit" hatte die Senioren-Union, Kreisvereinigung Viersen und Bezirksvereinigung Niederrhein, ins Forum des Kreishauses mit der Absicht eingeladen, für Toleranz und Miteinander der Religionen und Kulturen zu werben. Ein wichtiges Unterfangen gerade vor dem Hintergrund der Charlie-Hebdo- Morde, aber auch der Pegida-Demonstrationen. Über achtzig interessierte Zuhörer waren erschienen, um den Ausführungen der drei Referentinnen zu folgen. Mit Cemile Giousouf, Integrationsbeauftrage der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Serap Güler, Sprecherin des Integrationsausschusses und der Islamwissenschaftlerin Patricia Jessen, konnte Vorsitzender Reinhard Maly drei fachkundige Referentinnen begrüßen, wobei er deutlich machte, dass jeder Anschlag der Islamisten auch ein Anschlag auf den Islam darstellt. Nach einer Schweigeminute für die Opfer des Pariser Anschlages eröffnete Bennet Gielen, Vorsitzender CDU Niederkrüchten und Bürgermeisterkandidat, die Fragestunde: "Schließt der Koran Demokratie aus?" Hierzu erklärte Serap Güler als bekennende Muslima, dass Demokratie und Koran sehr wohl denkbar sind, denn der Prophet meint hierzu, man solle sich des eigenen Verstandes bedienen. Terroristen jedoch missbrauchen den Islam für ihre eigenen machtpolitischen Zwecke. Allerdings ergab es sich in der weiteren Diskussion, dass es keinen islamischen Staat gibt, der eine Demokratie ist. Hierbei wurde deutlich, dass sich auch die Türkei von dieser Staatsform entfernt. "Was muss die Politik tun?" Die Integrationspolitik ist verschlafen worden, obwohl Cemile Giousouf sieht, dass die Bildungschancen für Einwanderer sich verbessert haben. Das ist auch wichtig, denn bildungsferne Schichten sind anfällig für Extremismus. "Warum wird in den Moscheen nicht auf Deutsch gepredigt und wo sind die islamischen Gelehrten, die sich gegen den Terror stellen?" Hier sah Patricia Jessen einen Wandel, denn inzwischen werden Imane auch in Deutschland, so in Münster, ausgebildet. Wichtig ist auch, dass in den Schulen Religionsunterricht stattfindet, denn das ist gut für Muslime in Deutschland. So kann verhindert werden, dass Jugendliche durch das Internet zu extremen Gruppen kommen. Man muss versuchen, die Gewaltspirale zu unterbrechen und muss Jugendlichen klar machen, dass man unterschiedliche Positionen haben kann, ohne sich zu hassen. "Was kann der Islam dazu beitragen, das Zusammenleben zu verbessern?" Zu dieser Frage hatte ein Zuhörer aus Tunesien die versöhnlichste Antwort dieses sehr interessanten Abends: "Wichtig ist, dass wir keine Gäste sind, sondern ein Teil dieser Gesellschaft und dass wir zusammen sind und dass wir eins sind!"

IMG 0217Kreis Viersen/Venlo. Der drohende Fachkräftemangel in Industrie und Mittelstand ist eine der größten Herausforderungen auf beiden Seiten der deutsch-niederländischen Grenze. Deshalb wollen die Christdemokraten aus dem Kreis Viersen und der niederländischen Provinz Limburg ihre Erfahrungen noch intensiver austauschen und gemeinsam nach Lösungsansätzen suchen. "Wenn deutlich mehr erfahrene Fachkräfte in Ruhestand gehen als junge Menschen in den Arbeitsmarkt nachrücken, dann müssen sich nicht nur die Unternehmen damit beschäftigen. Dann ist das auch ein wichtiges Thema für die Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik", ist sich der Kreisvorsitzende der CDU Viersen, Marcus Optendrenk, sicher. Gemeinsam mit Ger Koopmans, derzeit Deputierter der Provinz Limburg und Spitzenkandidat der Christdemokraten bei den Provinzwahlen im März, führte Optendrenk dazu jetzt Gespräche mit Fachleuten im Landtag. "Vielen Unternehmen ist das Problem bewusst, aber auch bei uns sicherlich noch nicht allen", ergänzt Koopmans. Ohne ausreichend qualifizierte Mitarbeiter können sich Unternehmen nur schwer am Markt behaupten. " Deshalb ist das Thema Fachkräfte ein echtes Zukunftsthema in Limburg und am Niederrhein", so Koopmans. Er tritt seit langem für eine verstärkte grenzüberschreitende Zusammenarbeit auch im Thema "Sprachen" ein. "Wir wollen, dass wieder mehr junge Limburger Deutsch lernen, denn wir sind Nachbarn." Und auf dem benachbarten Arbeitsmarkt habe jemand eben viel bessere Chancen auf einen guten Arbeitsplatz, wenn alle die gleiche Sprache sprechen. "Und das muss ja nicht Englisch sein", meint der Christdemokrat. Darin waren sich Koopmans uns Optendrenk auch bei einem Gespräch mit dem Vizepräsidenten des Landtages NRW, Eckhard Uhlenberg, einig. Der frühere Landwirtschaftsminister ist Vorsitzender der Parlamentariergruppe NRW-Benelux im Landtag. Ende Februar ist die Parlamentariergruppe auch zu Gast bei der Provinz Limburg in Maastricht.

Reichlich bedacht werden vier Einrichtungen im Kreis Viersen mit Geldern der "Regionalen Kulturförderung" des Landschaftsverbandes Rheinland. Die unter Vorsitz von Prof. Dr. Leo Peters von der gleichnamigen Kommission der Landschaftsversammlung Rheinland in Köln erarbeiteten Liste der begünstigten Institutionen im gesamten Rheinland sieht für den barrierefreien Ausbau der Dorenburg einen Zuschuss von 70.000 € vor, für die strategische Neuausrichtung des Kramer-Museums in Kempen 60.000 €, für den Ausbau des Heimatmuseum "Kamps Pitter" in Willich-Schiefbahn vorbehaltlich gesicherter Gesamtkosten 50.000 € und für die Errichtung eines Kulturerlebnispfades im Landschaftshof Baerlo in Nettetal 21.900 €. Peters, der auch kulturpolitischer Sprecher der CDU- Fraktion in der Landschaftsversammlung ist, zeigte sich sehr erfreut über dieses Ergebnis: "Damit sind für 2015 alle Anträge aus dem Kreis Viersen zum Zuge gekommen."

(Foto v. l. n. r.: Dr. Marcus Optendrenk, Ger Koopmans, Eckhard Uhlenberg)

CDA Kolping Amern KopieDie CDA besuchte das Kolping Berufsbildungswerk Amern und informierte sich vor Ort über die Arbeit, die hier für und mit benachteiligten Jugendlichen gemacht wird. Seit 25 Jahren bemühen sich die Ausbilder erfolgreich, jungen Menschen einen Start in ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Hierzu ist der Aufbau von festen Strukturen im Tagesablauf und im Umfeld wichtig. Die Beziehungen, die hier während der Ausbildung aufgebaut werden, tragen oft noch über Jahre und geben den Menschen den dringend benötigten halt. "Man darf nicht vergessen, dass diese jungen Menschen täglich bis zu 3 Stunden unterwegs sind, um an den Programmen teilzunehmen. Und sie halten das durch!" so Dorothea Dorfel und Astrid Weyers von Berufsbildungswerk. Allerdings ist diese auf Jahre hinweg angelegte Betreuung in Gefahr, weil die Bundesanstalt für Arbeit die Hilfsprogramme nur noch über immer kürzer werdende Zeiträume ausschreibt. "Qualitativ hochwertige Arbeit kann man nur leisten, wenn man Erfahrung aufbauen kann. Mir ist schleierhaft, wie das in Programmen, die teilweise kürzer als ein Jahr laufen, möglich sein soll", so der langjährige CDA-Bezirksvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Uwe Schummer. Ausbilder, die nur noch kurz laufende Zeitverträge bekommen können, stehen oft für Anschlussaufträge nicht mehr zur Verfügung. Darunter leidet die Qualität der Arbeit und so auch die Jugendlichen. Hier verfolgt die Regionalvertretung der Bundesanstalt für Arbeit den falschen Weg. Die Fixierung auf kurzfristigen Erfolg, nämlich die reinen Vermittlungsdaten in den ersten Arbeitsmarkt, geht hier deutlich am eigentlichen Ziel, nämlich der dauerhaften Integration benachteiligter Jugendlicher in den Arbeitsmarkt, vorbei.

Auf dem Foto von links nach rechts: Dr. Jürgen Moers, Anne Daniels (beide CDA), Dorothea Dorfel, Astrid Weyers (beide Kolping) und Thomas Nies (CDA) vor dem Kolping Berufsbildungswerk Amern

GruppenbildEine Gruppe der CDU Seniorenunion Viersen lernte auf einer seit langem geplanten Reise Moskau bis St. Petersburg von Bord eines Flusskreuzfahrtschiffes die vielen Schönheiten Russlands kennen. Die Metropole Moskau bot bewundernswerte Sehenswürdigkeiten. Der rote Platz mit der Basiliuskathedrale, dem Kreml und dem Kaufhaus GUM sowie den kunstvoll gestalteten Metrostationen bildeten erste Höhepunkte. Malerische Dörfer mit typischen bunten Holzhäusern, dichte Wald- und Nadelwälder an den nördlichen Wasserstraßen, zum Beispiel an der Wolga und den beiden größten Seen Europas, erweckten immer wieder die Aufmerksamkeit. Prächtige Paläste und Kirchen mit vergoldeten Kuppeln im "Venedig des Nordens", St. Petersburg an der Newa, ließen die Zeit der Romanow Zaren wieder aufleben. Besonders bestaunte man die Exponate der einzigartigen Kunstsammlung in der Eremitage und die Rekonstruktion des Bernsteinzimmers im Katharinenpalast. An Bord des mit internationalen Gästen besetzten Schiffes beteiligten sich einige Mitglieder der Viersener Seniorenunion bei dem spontan gebildeten Chor "Spirit in Russia". Bei offenen Diskussionen mit den einheimischen Reiseleitern erläuterten beide Seiten die augenblicklichen Spannungen der beiden Länder, in der Hoffnung, dass diese bald ein Ende finden. Die Seniorengruppe war tief beeindruckt von den kulturellen Angeboten im Vielvölkerstaat und der Gastfreundschaft der Menschen.

In der gestrigen Sitzung der CDU-Kreistagsfraktion unter der Leitung des wiedergewählten Fraktionsvorsitzenden Michael Aach aus Dülken hat die CDU personell die Weichen gestellt, um die vielfältigen Aufgaben, die dem Kreistag und den Ausschüsse obliegen, zu bewältigen. Dabei vertraut die Fraktion auf das Können und Wissen bewährter Fraktionsmitglieder und bindet zugleich neue, junge Fraktionsmitglieder in die Arbeit ein.

Die Fraktion entschied sich nach ausführlicher Beratung, dem Berechnungsmodell nach D'Hondt zu folgen und den ersten und den dritten stellvertretenden Landrat in der Besetzung vorzuschlagen. Als Kandidatin für den ersten stellvertretenden Landrat wählte die Fraktion Luise Fruhen aus Tönisvorst, die bisherige Amtsinhaberin, und für den dritten stellvertretenden Landrat entschied sich die Fraktion für Hans Josef Kampe aus Dornbusch.

Nachdem in der ersten Sitzung der Kreistagsfraktion am 02. Juni 2014 Michael Aach erneut zum Vorsitzenden gewählt wurde, komplettierte jetzt die Fraktion die weiteren Damen und Herren des Vorstandes. Zu stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden wurden gewählt: Nanette Amfaldern, Thomas Paschmanns und Günter Werner. Nanette Amfaldern ist Mitglied des Rates der Stadt Willich, Thomas Paschmanns ist Fraktionsvorsitzender in der Gemeinde Schwalmtal. Günter Werner hat in Nettetal nicht mehr für den Stadtrat kandidiert, lange Jahre hat er dort die Fraktion umsichtig und mit hoher Kompetenz geführt. Als weitere Beisitzer im Fraktionsvorstand wurden gewählt: Johannes Bäumges aus Willich, Peter Fischer und Karlheinz Omsels aus Kempen sowie Manfred Wolfers jun. aus Grefrath.

Kontinuität wurde bei den Besetzungsvorschlägen für die überregionalen Gremien bewahrt. Bei der Landschaftsversammlung Rheinland entschied die Fraktion, Fritz Meies und Prof. Dr. Leo Peters vorzuschlagen, beide in ihren jeweiligen Fachgebieten kenntnisreich und hoch angesehen, Fritz Meies im Krankenhausbereich und Prof. Peters im Kulturbereich. Als Ersatzbewerber wurden Peter Fischer und Stephan Sillekens benannt. Die weiteren Entscheidungen der CDU Kreistagsfraktion: Für den Regionalrat wurde Nanette Amfaldern, und für den Braunkohleausschuss Michael Aach vorgeschlagen.

Mo Di Mi Do Fr Sa So
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
24
25
26
27
28
29
30
31

banner schummer 4

banner optendrenk 2

banner berger 2

banner coenen 2

banner florenz 2

mitglied werden

Spenden

Anmeldung

Passwort vergessen? Benutzername vergessen?