IMG 0217Kreis Viersen/Venlo. Der drohende Fachkräftemangel in Industrie und Mittelstand ist eine der größten Herausforderungen auf beiden Seiten der deutsch-niederländischen Grenze. Deshalb wollen die Christdemokraten aus dem Kreis Viersen und der niederländischen Provinz Limburg ihre Erfahrungen noch intensiver austauschen und gemeinsam nach Lösungsansätzen suchen. "Wenn deutlich mehr erfahrene Fachkräfte in Ruhestand gehen als junge Menschen in den Arbeitsmarkt nachrücken, dann müssen sich nicht nur die Unternehmen damit beschäftigen. Dann ist das auch ein wichtiges Thema für die Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik", ist sich der Kreisvorsitzende der CDU Viersen, Marcus Optendrenk, sicher. Gemeinsam mit Ger Koopmans, derzeit Deputierter der Provinz Limburg und Spitzenkandidat der Christdemokraten bei den Provinzwahlen im März, führte Optendrenk dazu jetzt Gespräche mit Fachleuten im Landtag. "Vielen Unternehmen ist das Problem bewusst, aber auch bei uns sicherlich noch nicht allen", ergänzt Koopmans. Ohne ausreichend qualifizierte Mitarbeiter können sich Unternehmen nur schwer am Markt behaupten. " Deshalb ist das Thema Fachkräfte ein echtes Zukunftsthema in Limburg und am Niederrhein", so Koopmans. Er tritt seit langem für eine verstärkte grenzüberschreitende Zusammenarbeit auch im Thema "Sprachen" ein. "Wir wollen, dass wieder mehr junge Limburger Deutsch lernen, denn wir sind Nachbarn." Und auf dem benachbarten Arbeitsmarkt habe jemand eben viel bessere Chancen auf einen guten Arbeitsplatz, wenn alle die gleiche Sprache sprechen. "Und das muss ja nicht Englisch sein", meint der Christdemokrat. Darin waren sich Koopmans uns Optendrenk auch bei einem Gespräch mit dem Vizepräsidenten des Landtages NRW, Eckhard Uhlenberg, einig. Der frühere Landwirtschaftsminister ist Vorsitzender der Parlamentariergruppe NRW-Benelux im Landtag. Ende Februar ist die Parlamentariergruppe auch zu Gast bei der Provinz Limburg in Maastricht.

Reichlich bedacht werden vier Einrichtungen im Kreis Viersen mit Geldern der "Regionalen Kulturförderung" des Landschaftsverbandes Rheinland. Die unter Vorsitz von Prof. Dr. Leo Peters von der gleichnamigen Kommission der Landschaftsversammlung Rheinland in Köln erarbeiteten Liste der begünstigten Institutionen im gesamten Rheinland sieht für den barrierefreien Ausbau der Dorenburg einen Zuschuss von 70.000 € vor, für die strategische Neuausrichtung des Kramer-Museums in Kempen 60.000 €, für den Ausbau des Heimatmuseum "Kamps Pitter" in Willich-Schiefbahn vorbehaltlich gesicherter Gesamtkosten 50.000 € und für die Errichtung eines Kulturerlebnispfades im Landschaftshof Baerlo in Nettetal 21.900 €. Peters, der auch kulturpolitischer Sprecher der CDU- Fraktion in der Landschaftsversammlung ist, zeigte sich sehr erfreut über dieses Ergebnis: "Damit sind für 2015 alle Anträge aus dem Kreis Viersen zum Zuge gekommen."

(Foto v. l. n. r.: Dr. Marcus Optendrenk, Ger Koopmans, Eckhard Uhlenberg)

CDA Kolping Amern KopieDie CDA besuchte das Kolping Berufsbildungswerk Amern und informierte sich vor Ort über die Arbeit, die hier für und mit benachteiligten Jugendlichen gemacht wird. Seit 25 Jahren bemühen sich die Ausbilder erfolgreich, jungen Menschen einen Start in ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Hierzu ist der Aufbau von festen Strukturen im Tagesablauf und im Umfeld wichtig. Die Beziehungen, die hier während der Ausbildung aufgebaut werden, tragen oft noch über Jahre und geben den Menschen den dringend benötigten halt. "Man darf nicht vergessen, dass diese jungen Menschen täglich bis zu 3 Stunden unterwegs sind, um an den Programmen teilzunehmen. Und sie halten das durch!" so Dorothea Dorfel und Astrid Weyers von Berufsbildungswerk. Allerdings ist diese auf Jahre hinweg angelegte Betreuung in Gefahr, weil die Bundesanstalt für Arbeit die Hilfsprogramme nur noch über immer kürzer werdende Zeiträume ausschreibt. "Qualitativ hochwertige Arbeit kann man nur leisten, wenn man Erfahrung aufbauen kann. Mir ist schleierhaft, wie das in Programmen, die teilweise kürzer als ein Jahr laufen, möglich sein soll", so der langjährige CDA-Bezirksvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Uwe Schummer. Ausbilder, die nur noch kurz laufende Zeitverträge bekommen können, stehen oft für Anschlussaufträge nicht mehr zur Verfügung. Darunter leidet die Qualität der Arbeit und so auch die Jugendlichen. Hier verfolgt die Regionalvertretung der Bundesanstalt für Arbeit den falschen Weg. Die Fixierung auf kurzfristigen Erfolg, nämlich die reinen Vermittlungsdaten in den ersten Arbeitsmarkt, geht hier deutlich am eigentlichen Ziel, nämlich der dauerhaften Integration benachteiligter Jugendlicher in den Arbeitsmarkt, vorbei.

Auf dem Foto von links nach rechts: Dr. Jürgen Moers, Anne Daniels (beide CDA), Dorothea Dorfel, Astrid Weyers (beide Kolping) und Thomas Nies (CDA) vor dem Kolping Berufsbildungswerk Amern

GruppenbildEine Gruppe der CDU Seniorenunion Viersen lernte auf einer seit langem geplanten Reise Moskau bis St. Petersburg von Bord eines Flusskreuzfahrtschiffes die vielen Schönheiten Russlands kennen. Die Metropole Moskau bot bewundernswerte Sehenswürdigkeiten. Der rote Platz mit der Basiliuskathedrale, dem Kreml und dem Kaufhaus GUM sowie den kunstvoll gestalteten Metrostationen bildeten erste Höhepunkte. Malerische Dörfer mit typischen bunten Holzhäusern, dichte Wald- und Nadelwälder an den nördlichen Wasserstraßen, zum Beispiel an der Wolga und den beiden größten Seen Europas, erweckten immer wieder die Aufmerksamkeit. Prächtige Paläste und Kirchen mit vergoldeten Kuppeln im "Venedig des Nordens", St. Petersburg an der Newa, ließen die Zeit der Romanow Zaren wieder aufleben. Besonders bestaunte man die Exponate der einzigartigen Kunstsammlung in der Eremitage und die Rekonstruktion des Bernsteinzimmers im Katharinenpalast. An Bord des mit internationalen Gästen besetzten Schiffes beteiligten sich einige Mitglieder der Viersener Seniorenunion bei dem spontan gebildeten Chor "Spirit in Russia". Bei offenen Diskussionen mit den einheimischen Reiseleitern erläuterten beide Seiten die augenblicklichen Spannungen der beiden Länder, in der Hoffnung, dass diese bald ein Ende finden. Die Seniorengruppe war tief beeindruckt von den kulturellen Angeboten im Vielvölkerstaat und der Gastfreundschaft der Menschen.

In der gestrigen Sitzung der CDU-Kreistagsfraktion unter der Leitung des wiedergewählten Fraktionsvorsitzenden Michael Aach aus Dülken hat die CDU personell die Weichen gestellt, um die vielfältigen Aufgaben, die dem Kreistag und den Ausschüsse obliegen, zu bewältigen. Dabei vertraut die Fraktion auf das Können und Wissen bewährter Fraktionsmitglieder und bindet zugleich neue, junge Fraktionsmitglieder in die Arbeit ein.

Die Fraktion entschied sich nach ausführlicher Beratung, dem Berechnungsmodell nach D'Hondt zu folgen und den ersten und den dritten stellvertretenden Landrat in der Besetzung vorzuschlagen. Als Kandidatin für den ersten stellvertretenden Landrat wählte die Fraktion Luise Fruhen aus Tönisvorst, die bisherige Amtsinhaberin, und für den dritten stellvertretenden Landrat entschied sich die Fraktion für Hans Josef Kampe aus Dornbusch.

Nachdem in der ersten Sitzung der Kreistagsfraktion am 02. Juni 2014 Michael Aach erneut zum Vorsitzenden gewählt wurde, komplettierte jetzt die Fraktion die weiteren Damen und Herren des Vorstandes. Zu stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden wurden gewählt: Nanette Amfaldern, Thomas Paschmanns und Günter Werner. Nanette Amfaldern ist Mitglied des Rates der Stadt Willich, Thomas Paschmanns ist Fraktionsvorsitzender in der Gemeinde Schwalmtal. Günter Werner hat in Nettetal nicht mehr für den Stadtrat kandidiert, lange Jahre hat er dort die Fraktion umsichtig und mit hoher Kompetenz geführt. Als weitere Beisitzer im Fraktionsvorstand wurden gewählt: Johannes Bäumges aus Willich, Peter Fischer und Karlheinz Omsels aus Kempen sowie Manfred Wolfers jun. aus Grefrath.

Kontinuität wurde bei den Besetzungsvorschlägen für die überregionalen Gremien bewahrt. Bei der Landschaftsversammlung Rheinland entschied die Fraktion, Fritz Meies und Prof. Dr. Leo Peters vorzuschlagen, beide in ihren jeweiligen Fachgebieten kenntnisreich und hoch angesehen, Fritz Meies im Krankenhausbereich und Prof. Peters im Kulturbereich. Als Ersatzbewerber wurden Peter Fischer und Stephan Sillekens benannt. Die weiteren Entscheidungen der CDU Kreistagsfraktion: Für den Regionalrat wurde Nanette Amfaldern, und für den Braunkohleausschuss Michael Aach vorgeschlagen.

Reinhard Maly aus Tönisvorst-Vorst, Kreisvorsitzender der Senioren-Union der Christdemokraten im Kreis Viersen, wurde bei den Neuwahlen am 13.06.2014, Düsseldorf, zum Landesvorstand der Senioren-Union der CDU in NRW als Beisitzer wieder in den SU-Landesvorstand gewählt. Maly, der als einziger Niederrhein-Vertreter gewählt wurde, erhielt neben den Stimmen der Niederrheiner auch zahlreiche aus anderen Regionen des Landes. Bei der Wahl wurde Leonhard Kuckart als Landesvorsitzender der Senioren-Union wiedergewählt, einer seiner fünf Stellvertreter ist die frühere NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben. Maly, der sich im Kreisgebiet mit großem Engagement für die Belange der Seniorinnen und Senioren einsetzt, freute sich über seine erneute Wahl in den Landesvorstand: "Das gibt mir für die nächsten Jahre wieder eine Menge Möglichkeiten zur Mitgestaltung bei den Themen, die unsere ältere Generation betreffen."

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